das Team Leistungsklassen Handicap Tipps für Einsteiger        

 

 

  Tipps für Einsteiger Rennsport (Erwachsene)        
Tipps für Einsteiger Rennsport (Kinder)
Tipps für Einsteiger Rennsport (Erwachsene)
Inspiriert vom Tempo und der Dramatik der Tour de France? Begeistert von Fernsehübertragungen von Rennen der Weltelite? Fasziniert von der Dynamik bei Rennen direkt vor der Haustür, z. B. dem großen Traditionsrennen „Rund um den Henninger Turm“, jährlich am 1. Mai in Frankfurt am Main? Oder vielleicht mitgezogen von radsportlich aktiven Freunden und Bekannten?

Gelegenheiten gibt es ausreichend, um der Dynamik und dem rasanten Charme einer der schönsten Sportarten zu erlegen.

Aber wie fängt man eigentlich an? Viele Fragen stellen sich am Anfang.

© Text Jan Baumbach
 
   
Wie fängt man eigentlich an?
Habe ich überhaupt Talent zum Rennsport?
Ist Rennen fahren nicht gefährlich?
Die sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung
Wie soll ich trainieren?
Welche formellen Voraussetzungen müssen vorab erfüllt sein?
Wo finde ich geeignete Wettkämpfe?
Welche Disziplinen gibt es im Straßenradrennsport?
Gibt es noch andere Bereiche im Radrennsport?
Wie melde ich mich bei einem Rennen an?
Sind Wettkämpfe vielleicht doch eine Nummer zu groß?
Welches Rennrad benötige ich?
Was benötige ich sonst noch so?
Was wird mich mein neues Hobby kosten?
Die Radsportverbände
       
  Wie fängt man eigentlich an?

Ist man noch völlig unbedarft und kennt keinen, der vielleicht schon Erfahrungen im Radrennsport gesammelt hat, ist der Kontakt zu einem Radsportverein sicherlich der erste Schritt, der zielgerichtet weiter führt. Im Verein findet man die geeigneten Ansprechpartner zu allen Fragen rund um den Radsport, sowie die regelmäßigen Treffs der Aktiven, die sich meist am Wochenende, oft auch während der Woche zum Training treffen. Dabei gesellt sich gleiches Niveau meist zu gleichem. Soll heißen, in der Regel existieren mehrere, locker organisierte Trainingsgruppen, in denen jeweils ein relativ ähnliches Trainings- und Leistungsniveau herrscht. Hier heißt es, sich einzureihen und Kontakte zu knüpfen. Während der Trainingsfahrten ergeben sich ausreichend Gesprächsstoff und Gelegenheiten, um von den „Profis“ zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.
       
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    Habe ich überhaupt Talent zum Rennsport?

Laut Brockhaus bezeichnet Talent die „angeborene Anlage zu guten Leistungen auf einem bestimmten Gebiet“.
Talent ist demnach genetisch vorbestimmt und damit nicht veränderbar!
Das heißt, dass jeder von uns ein gewisses Maß an Talent mitbringt - der eine mehr, der andere weniger.
Bezogen auf den Radsport beschreibt ein hohes Maß an Talent nicht nur die Fähigkeit, überdurchschnittliche körperliche Leistung zu erbringen, sondern auch das psychische Potenzial, einen gewissen „Renninstinkt“ zu haben, effektiv seine Kräfte einsetzen, eine eigene Taktik entwickeln und einen Rennverlauf mitbestimmen zu können. Darüber hinaus gehört zum Talent auch die Fähigkeit, ein hohes und intensives Trainings-
pensum gut verkraften zu können und aus dieser hohen körperlichen Belastung auch über Jahre noch maximale Motivation, Ergeiz und „Biss“ zu entwickeln.
Idealerweise verfügt der perfekte Rennfahrer zudem über eine robuste, wenig erkältungs-, krankheits- und verletzungsanfällige Konstitution.

Nur mit Talent lässt sich allerdings noch kein Rennen erfolgreich bestreiten. Um das individuelle Maß an Talent auch zu 100 Prozent voll ausschöpfen zu können, ist ein intensives, ganzjähriges und vor allem richtiges Training nötig!

Die Gabe mancher Rennfahrer, mit einem hohen Maß an Talent gesegnet zu sein, wird für jeden schnell dadurch sichtbar, dass sie bei gleichem Trainingsaufwand einfach schneller, deutlich leistungs- und erholungsfähiger sind als ihre Konkurrenz. Ihr Körper kann die körperlichen Ressourcen effektiver nutzen.

Abschließend könnte man bildhaft auch sagen, dass jeder einen mehr oder weniger großen Rohdiamanten mit der Bezeichnung „Talent“ in sich trägt. Nur mit dem richtigen Werkzeug, dem „Training“, kann dieser Edelstein zu einem funkelnden Brillanten geschliffen werden. Voll austrainiert, trägt der eine dann einen glitzernden Einkaräter, ein anderer einen schillernden Mehrkaräter in sich.
     
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Ist Rennen fahren nicht gefährlich?

Eine regelmäßige Kontrolle bei einem Arzt sollte selbstverständlich sein, gerade wenn man die Zeit seiner frischen Jugend bereits überschritten hat.
Dabei
macht es durchaus Sinn, eine umfassende sportmedizinische Untersuchung an einem dafür spezialisierten Sportinstitut durchführen zu lassen.

Stürze gehören leider zum Alltag eines jeden Rennfahrers, egal ob er der Schüler- oder der Eliteklasse angehört. Glücklicherweise bleibt es meist bei Schürfwunden, die zwar schmerzhaft sind, in der Regel aber doch schnell wieder verheilen.

Das Tragen eines Helmes ist Pflicht bei der Teilnahme an allen Wettkämpfen! Schon aus Gründen der Sicherheit empfiehlt sich das Tragen eines Helmes auch während des Trainings. Der Kopf, Freunde und Angehörige werden es danken!

Daneben empfiehlt sich während des Rennens auch das Tragen von Radhandschuhen. Sie schützen die Handflächen vor schmerzhaften und schlecht heilenden Verletzungen.
 
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Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung

Die sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung umfasst ein Ruhe-EKG mit Blutdruck- und Pulsmessung, eine Ergometrie (Fahrrad-, Laufband- oder Ruderbelastung) mit Pulskontrolle, ein Belastungs-EKG , eine Lungenfunktionsprüfung, eine Größen- und Gewichtsmessung, eine Analyse des Ernährungszustandes sowie des Körperfettprozentsatzes. Außerdem wird eine Kontrolle des Urins auf Eiweiß, Zucker und Bakterien durchgeführt. Es wird für jeden Sportler ein schriftlicher sportmedizinischer Sofortbefund ausgestellt. Die Kosten hierfür belaufen sich für Selbstzahler auf rund 100 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen ca. 30 €.

Darüber hinaus können gegen Gebühr weitere Untersuchungen wie Röntgen, komplette Labordiagnostik, Ultraschall des Bauches, des Herzens (auch mit Farbdoppler), Spiroergometrie und Laktatbestimmung erfolgen.

Anhand der ermittelten Ergebnisse beraten die Institute dann den Athleten über das individuell richtige Training.
Adressen von Sportinstituten sind auf der Internetseite des BDR (www.rad-net.de) zu finden.
 

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Wie soll ich trainieren?

Die Trainingslehre ist ein sehr weites Feld. Im Fachhandel ist eine Vielzahl erstklassiger Bücher erhältlich, die sich ausführlich mit den Themen Radrennsport, Training, Technik, Ernährung und allen Randbereichen des Radsports befassen. Viele behandeln ausführlich die moderne Trainingslehre, den individuellen Formaufbau in Mikro- und Makrozyklen, die gezielte Vorbereitung auf wichtige Saisonhöhepunkte, die Ausbildung spezifischer Fertigkeiten und das wichtige Ergänzungs- und Ausgleichstraining. Erwähnt sei hier auch das Radmagazin „tour“ (www.tour-magazin.de) und dessen ausführlichen Trainingsplaner, der jährlich der Februarausgabe beigelegt ist. Gegen gestaffelter Gebühr bietet (www.2peak.com) sogar einen gut aufgebauten Online-Trainingsplaner. Ein Trainingsplaner, der inklusive Talentcheck je nach Preis selbst die Ernährung und ganz persönlichen Umstände des Nutzers berücksichtigt und so gezielt einer detaillierten und individuellen Trainingsplanung gerecht wird.

Oft ergibt sich die Art und Weise, wie man trainiert, aber aus dem regelmäßigen Training mit anderen Rennfahrern. Ohnehin muss jeder für sich seinen persönlichen Weg finden, Beruf, Familie, Freizeit und Radsport optimal miteinander zu verbinden, da der Radsport - möchte man ihn als Wettkampfsport betreiben – mit dem regelmäßigen Training während der Woche und den Wettkämpfen an den Wochenenden, sehr schnell sehr zeitaufwendig wird.

Zu speziellen Fragen steht den meisten Vereinen ein ausgebildeter Trainer zur Verfügung. Er betreut die Fahrer direkt oder steht diesen mit Rat zur Seite. Im Verein finden Sie die richtigen Ansprechpartner.

Im Laufe der Zeit, stellt jeder für sich fest, wo er bezüglich seiner Leistungs- und Leidensfähigkeit steht. Und jeder sollte sich im Klaren sein: Radfahren ist leicht – aber Rennen fahren? Rennen fahren ist wunderschön, aber auch hart – sehr hart – und Rennen werden dort entschieden, wo es besonders weh tut, dort wo jeder an seine Grenzen stößt, physisch und psychisch!

Schließlich kommt die Zeit, wo man den nächsten Schritt wagen möchte. Den direkten Vergleich unter Wettkampfbedingungen, die Teilnahme an einem Rennen.
 
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Welche formellen Voraussetzungen müssen vorab erfüllt sein?

Anfänger sollten sich bei Ihrem Hausarzt im Rahmen eines Belastungs-EKGs vorab auf Ihre allgemeine Sporttauglichkeit untersuchen lassen.

Jeder, der an bundesoffenen Wettkämpfen teilnehmen möchte, muss Mitglied in einem Radsportverein sein, der für ihn die notwendige Rennfahrer-Lizenz beantragt. Die Lizenz wird ausgestellt vom Dachverband des deutschen Radsports, dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR), bzw. dem zuständigen Landesverband, z. B. vom Hessischen Radfahrerverband. Die Lizenz ist ein Kalenderjahr gültig und berechtigt den Inhaber zur Teilnahme an bundesoffenen Wettkämpfen. Der BDR informiert in seiner informativen Internetseite (www.bdr-online.org) sehr ausführlich über viele Aspekte des Radsports, unter anderem über Reglements, Disziplinen, Ergebnisse, Termine, Ausschreibungen und die Details zu nationalen und internationalen Rennen.
   
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    Wo finde ich geeignete Wettkämpfe?

Die Ausschreibung zu jedem Rennen erscheint rund vier Wochen vor der Veranstaltung in der BDR-Internetseite, bzw. im „Radsport“ (www.sportverlag.de), der wöchentlich erscheinenden Zeitung des BDR. Darin finden sich alle Einzelheiten über Ort, Strecke, Distanz, Meldeschluss, teilnehmenden Altersklassen, Wettkampfmodus, ausrichtender Verein etc..

Entsprechend der Leistungsklassen des BDR, startet man als volljähriger Anfänger zunächst in der Elite-C, bzw. in der Klasse U23 oder je nach Alter in einer der Seniorenklassen 1, 2, 3 oder 4.

Die so genannte „Eliteklasse“ fasst die Leistungsklassen der Elite-A, Elite- und Elite-, sowie die Fahrer der international und vollprofessionell organisierten "Professional Teams",  "Professional Continental Teams" und "Continental Teams"  (früher GS1, GS2 und GS3-Mannschaften) zusammen.
Vereine und Teams, die als eine dieser drei letzt genannten Kategorien auftreten, müssen bei der UCI als solche lizenziert sein und entsprechende Kriterien erfüllen.
Die Mannschaften und Fahrer der "Professional Teams" fahren unter anderem in der Rennserie der Pro-Tour um Punkte und Siege.

Speziell in der Elite-C besteht ein großes Leistungs- und Talentgefälle innerhalb des Fahrerfeldes, da hier Anfänger und weniger talentierte Fahrer ebenso vertreten sind, wie junge Fahrer, die als potentielle Siegfahrer lediglich Platzierungen einfahren müssen, um sich möglichst schnell für den Aufstieg in die nächst höhere Leistungsklasse zu qualifizieren. Das bestehende Leistungsgefälle innerhalb der C-Klasse bringt es mit sich, dass es oft zu vermeidbaren Stürzen kommt.

Rennfahrer der Elite C-Klasse, die während des laufenden Kalenderjahres bei bundesoffenen C-Klasse-Rennen mit einer Distanz von mindestens 60 Kilometer fünf Platzierungen unter den ersten zehn, oder aber einen Sieg erringen, steigen sofort in die nächst höhere Leistungsklasse der Elite-B auf.
Danach und in der Saison des Folgejahres haben sie als Fahrer der Eliteklasse B nach gleichem Modus erneut die Möglichkeit, in die wiederum nächst höhere Leistungsklasse der Elite-A aufzusteigen. Gleichzeitig müssen sie aber auch mindestens eine Platzierung unter den ersten zehn erringen, um nicht wieder in die Elite-C abzusteigen.
Erringt ein Fahrer zehn Platzierungen oder zwei Siege innerhalb einer Saison, steigt er innerhalb dieses Jahres auch von der C-, über die B-, in die Elite-A auf.

Nicht jeder veranstaltende Verein bietet Rennen der Klasse U23. In diesem Falle können Fahrer ersatzweise in der Klasse der Elite-C starten.

Grundsätzlich gilt, neben den professionellen Teams sind auch die Klassen der Elite  A, B, C und U23 stark leistungsorientiert. Das heißt, hier wird schnell, hart und mit teils großem Trainingsaufwand Rennen gefahren. Hobbyradsportlern mit Lizenz werden hier langfristig kaum Freude und Erfolgserlebnisse finden.
 
     
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  Welche Disziplinen gibt es im Straßenradrennsport?

Im Bereich Straßenrennsport unterscheidet man
> Straßenrennen
> Rundstreckenrennen
> Kriterien
> Zeitfahren

Klassische Straßenrennen führen über eine beliebig lange Distanz. Gefahren wird auf einer oder mehreren Runden von mindestens 5 Kilometern Länge, die entsprechend der zurückzulegenden Gesamtdistanz, mehrfach zu absolvieren sind. Die Gesamtdistanz variiert je nach Leistungsklasse meist zwischen 80 und 200 Kilometern. Das Rennen geht auf „Endspurt“ - es gewinnt der Fahrer, der am Ende des Rennens als Erster die Ziellinie überquert.

Rundstreckenrennen finden meist auf kleinen Stadtrundkursen von 1-5 Kilometern Länge statt. Während des Rennens werden eine Vielzahl von Geld- und Sachprämien ausgefahren. Die Gesamtdistanz liegt meist zwischen 50 und 80 Kilometern. Wie beim Straßenrennen gewinnt der Fahrer, der am Ende des Rennens als Erster die Ziellinie überquert.

Auch Kriterien werden auf kleinen, 1-2 Kilometer langen Stadtkursen ausgetragen. Auch hier gibt es in der Regel eine Vielzahl von Geld- und Sachprämien zu erspurten. Die Gesamtdistanz liegt hier meist zwischen 40 und 80 Kilometern. Im Unterschied zu den Rundstreckenrennen gewinnt hier der Fahrer, der über die gesamte Renndistanz die meisten Wertungspunkte gesammelt hat. Jede fünfte Runde ist „Wertungsrunde“. Die ersten vier Fahrer erhalten dabei 5, 3, 2 und 1 Punkt. Die letzte Wertung am Ende des Rennens zählt doppelt, 10, 6, 4, und 2 Punkte.
Zusätzlich gilt, „Rundengewinn geht vor Punktgewinn!“ Fahrer die einen Rundengewinn herausfahren können, gewinnen das Rennen vor Fahrern, die bereits punkten konnten, aber noch keinen Rundengewinn erfahren haben.
Je nach Wettkampfrichter besteht bei Rundstreckenrennen und Kriterien die Möglichkeit, dass gestürzte Rennfahrer oder Fahrer mit einem nachweisbaren Defekt, eine Rundenvergütung erhalten.
Aufgrund des speziellen Austragungsmodus, sind Kriterien sehr schnell und abwechslungsreich für Fahrer und Zuschauer. Kriterien fordern den Rennfahrern völlig andere Qualitäten ab, als klassische Straßenrennen.

Zeitfahren sind Sonderdisziplinen des Straßenrennsports und werden im Rahmen der Landes-, Deutschen und Weltmeisterschaften, sowie im Rahmen von Rundfahrten ausgetragen. Man unterscheidet Einzel- und Mannschafts-zeitfahren. Der Wettkampfmodus ist denkbar einfach: auf festgelegter Strecke mit der Mannschaft, zu zweit oder allein gegen die Uhr und die restliche Konkurrenz.

Für Anfänger mit wenigen Erfahrungen bieten sich zunächst klassische Straßenrennen mit leichterem, eher anspruchslosem Profil an. Von Rennfahrerkollegen und den Verantwortlichen des Vereins erfährt man, welche Veranstaltungen bezüglich ihres Schweregrads geeignet sind.
       
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    Gibt es noch andere Bereiche im Radrennsport?

Neben dem Straßenradrennsport gibt es im Radrennsport noch die Bereiche Bahnradsport, Querfeldein und Mountainbiking.

Der Bahnradsports umfasst die verschiedenen Disziplinen Sprint, Keirin, Verfolgungsfahren, Zeitfahren, 2er-Mannschaftsfahren, Punktefahren und Steherrennen.

Beim „Querfeldein“ wird der Sieger auf einem Geländerundkurs im Endspurt ermittelt, ähnlich wie beim Mountainbike „Cross Country“. Die Rennen der Erwachsenen gehen meist über eine knappe Stunde und werden während der Wintermonate ausgetragen. Je nach Gelände muss die Strecke teilweise im Laufen und mit geschultertem Rad absolviert werden. Der Querfeldeinsport fordert von den „Crossern“ ein Höchstmaß an Kondition und Geschicklichkeit.

Inzwischen sehr populär das Mountainbiking (MTB) mit seinen Wettkampfdisziplinen „Cross Country“ und Downhill. Beim „Cross Country“ geht es auf einen Geländekurs um den Sieg auf Endspurt. Eine sehr gute Kondition und Geschicklichkeit sind hier gefragt.
Das „Downhill“ ist ein Zeitfahren, halsbrecherisch und steil bergab dem Ziel entgegen. Gefragt sind hier Geschicklichkeit und viel, sehr viel Mut.
     
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      Wie melde ich mich bei einem Rennen an?

Hat man sich für einen Wettkampf entschlossen, übernimmt der Meldewart des Vereins, dem man angehört, schließlich die verbindliche Meldung beim ausrichtenden Verein.

Die Startnummer erhält der gemeldete Fahrer dann am Veranstaltungsort gegen Vorlage seiner Lizenz und Zahlung eines Startgeldes in Höhe von 5 €.

Eine Stunde vor dem Start sollte man spätestens vor Ort sein, um bei der „Nummernausgabe“ seine Startnummer zu holen, sich umzuziehen, alle restlichen Dinge vorzubereiten und sich möglichst ausreichend warm fahren zu können.

Bei den ersten Wettkämpfen ist man wohl zunächst nur bestrebt, am Ende des Rennens ohne allzu großen Zeitrückstand das Ziel zu erreichen.
Je nach Talent, Leistungsvermögen und Erfahrung, stehen dabei das Einschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, der richtige und routinierte Umgang mit Schaltung und Bremse, das richtige Kurven- und so wichtige Windschattenfahren, die ständigen Tempowechsel, das Fahren und sich Behaupten im dichten Fahrerfeld sowie das Entwickeln von Stehvermögen im persönlichen Vordergrund. Erst im Laufe der Zeit entwickelt man ein Gefühl für die Dynamik, das Tempo und den Verlauf eines Radrennens.

Fragen der Taktik spielen frühestens eine Rolle, wenn das Tempo des Fahrerfeldes relativ problemlos mitgehalten werden kann.
 
   
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        Sind Wettkämpfe vielleicht doch eine Nummer zu groß?

Für Anfänger ohne jegliche Erfahrungen oder Radsportlern, die es vielleicht doch lieber etwas gemächlicher angehen möchten, besteht auch die Möglichkeit, bei so genannten „Jedermann-Rennen“ zu starten oder bei der Radtouristik erste Schritte in Richtung Rennsport zu unternehmen.
Bei Jedermann-Rennen ist in der Regel „jeder Mann“ oder Frau startberechtigt, mit oder ohne Rennfahrerlizenz. Jedermann-Rennen finden oft im Rahmenprogramm von Profi-Radrenn-Großveranstaltungen statt.
Die detaillierten Startbestimmungen ergeben sich aus den Ausschreibungen der jeweiligen Wettkämpfe. Meist sind hier mehrere hundert bis tausend Fahrer am Start einer Strecke, die größtenteils identisch mit Streckenabschnitten des entsprechenden Profirennens ist. Die Gesamtdistanz liegt meist bei 70 bis 100 Kilometer.
 
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Welches Rennrad benötige ich?

Wettkampftaugliche Rennräder sind über den rennsportspezialisierten Fachhandel, oft auch über die Vereine zu beziehen. Der Verein und Fachhandel berät ausführlich über wichtige Dinge rund um den Radkauf, wie die notwendige Rahmengröße und die richtige Sitzposition. Der Preis für ein wettkampftaugliches Rennrad liegt bei etwa 1.200 € aufwärts. Highend-Rennräder der Topklasse liegen bei einem Ladenpreis von etwa 2.500 bis 3.500 € und darüber. Tröstlich für alle mit eher schmalem Portemonnaie, treten muss letztlich jeder selbst!
Für den Kauf eines gebrauchten Rennrades lohnt eventuell auch der Blick in die Anzeigen der Fachmagazine, in das Internet und natürlich die Anfrage im Verein.
   
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    Was benötige ich sonst noch so?

Das Tragen der Rennkleidung in bundesoffenen Wettkämpfen ist bezüglich der aufgedruckten Sponsoren streng reglementiert. Die Wettkampfkleidung der Vereine wird in der Regel nach einem vereinsinternen Modus an die aktiven Rennfahrer vergeben.
Steht gerade kein Vereinstrikot zur Verfügung, tut es auch ein „neutrales“ Trikot, also eine rennsporttaugliche Wettkampfkleidung in beliebiger Farbe, aber ohne jede Aufschrift.
Das Tragen eines Helmes ist Pflicht bei der Teilnahme an allen Wettkämpfen und empfiehlt sich auch während des Trainings.
 

 
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  Was wird mich mein neues Hobby kosten?

Zu den Kosten für ein Rennrad, den Helm, die Bekleidung, Material, Lizenz, Vereins- und Verbandsbeitrag, kommen am Anfang primär die regelmäßigen Benzinkosten hinzu, die für die Fahrten zu den Rennen während der Wochenenden entstehen.

Die meisten Vereine bieten ihren Fahrern ein vereinsinternes, leistungsorientiertes Prämiensystem. Die Leistungsprämien und -punkte errechnen sich in der Regel abhängig von Rennklasse, Summe, Art und Distanz der gefahrenen Wettkämpfe sowie den dabei erreichten Platzierungen. Die Prämien werden meist zum Ende eines jeden Wettkampfjahres den Fahrern ausgezahlt und dienen der finanziellen Unterstützung der Rennfahrer.
Für spurtstarke Fahrer gibt es während der Rennen vielfach Geld- und Sachprämien zu gewinnen. Die platzierten Fahrer erhalten ebenfalls festgelegte Geldpreise.

Wer allerdings Rennen fahren möchte, um Geld damit zu verdienen, wird in der Regel enttäuscht! Die Summe aller Leistungsprämien deckt selten die laufenden Unkosten für Material und Benzin. Außerdem gilt, wer professionell verdienen möchte, muss auch professionelle Leistung bringen und das bleibt meist nur Fahrern der GS-Mannschaften vorbehalten.
 

 

   
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    Die Radsportverbände
Der Hessische Radfahrerverband (HRV) in Frankfurt am Main (www.hessen-radsport.de) ist der zuständige Verband auf Landesebene. Jedes Bundesland hat seinen eigenen Landesverband.

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in Frankfurt am Main
(www.bdr-online.org) ist der Dachverband auf Bundesebene.

Die Union Cycliste Internationale (UCI) in der Schweiz (www.uci.ch) ist der Radsportweltverband.
 

 

 

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Tipps für Einsteiger Rennsport (Kinder + Jugendliche)
  Kinder werden von vielen Dingen genauso inspiriert und vielleicht für den Radsport begeistert, wie Erwachsene: von Fernsehübertragungen, den Live-Übertragungen der Tour de France oder von radsportlich aktiven Freunden und Familienangehörigen.
Und irgendwann äußert das eigene Kind vielleicht den Wunsch, Radrennen fahren zu wollen. Für die Eltern stellen sich eine Vielzahl von Fragen.

© Text Jan Baumbach
 
   
  Wie fängt man eigentlich an?
Hat mein Kind überhaupt Talent dazu?
Ist Rennen fahren nicht gefährlich?
Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung
Gibt es überhaupt Rennen für Kinder?
Welche Disziplinen gibt es im Straßenradrennsport?
Gibt es noch andere Bereiche im Radrennsport?
Wie soll trainiert werden?
Welche formellen Voraussetzungen müssen vorab erfüllt sein?
Wie melde ich mein Kind bei einem Rennen an?
Sind Wettkämpfe vielleicht doch eine Nummer zu groß?
Was für ein Rennrad benötigt das Kind?
Was benötigt es sonst noch so?
Was wird mich das neue Hobby meines Kindes kosten?
Die Radsportverbände
     
  Wie fängt man eigentlich an?

Gerade wenn Kinder in die Schule kommen, suchen sie nach neuen Herausforderungen und Bestätigung. Eltern machen sich Gedanken über die gesunde und sinnvolle Entwicklung ihrer Kinder. Sport kann dabei eine ganz wesentliche Hilfe sein, denn Sport unterstützt nicht nur die körperliche Entwicklung, sondern schult darüber hinaus auch positiv den Charakter und die geistige Entwicklung des Kindes.

Dabei ist es zunächst eigentlich gleichgültig, ob der örtliche Fußballverein oder der Radsportclub Ziel des Interesses ist. Bis zum 10. Lebensjahr sollte eher der Spaß an der Bewegung und die Ausbildung allgemeinsportlicher Fertigkeiten im Vordergrund stehen.

Eine zu starke Spezialisierung zu einem sehr frühen Zeitpunkt wirkt auf Kinder meist demotivierend. Kinder sollen Kinder bleiben! Kinder sollten aus eigenem Interesse und aus eigener Motivation heraus den Sport ihrer Wahl betreiben und in ihn hineinwachsen können. Und Eltern sollten sich gerade zu Beginn der sportlichen Aktivität ihrer Kinder, in ihrem oft übermäßigen Ergeiz zügeln!
Außerdem lässt sich auch nur so die Sportart finden, die dem Kind am meisten liegt, wo es Talent und Interesse entwickeln und einbringen kann und somit auch die notwendigen Erfolgserlebnisse findet. Schön natürlich, wenn der Radsport auserwählt ist, einer der schönsten Sportarten überhaupt!

Haben Kinder einmal ihren Sport gefunden und betreiben ihn regelmäßig mit Spaß, ergibt sich im Alter von 12-14 Jahren oft von selbst eine Fokussierung auf eine bestimmte Sportart und auf das daraus resultierende Training.

Viele Fragen stellen sich am Anfang.


 
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Hat mein Kind überhaupt Talent dazu?

Laut Brockhaus bezeichnet Talent die „angeborene Anlage zu guten Leistungen auf einem bestimmten Gebiet“.
Talent ist demnach genetisch vorbestimmt und damit nicht veränderbar!
Das heißt, dass jeder von uns ein gewisses Maß an Talent mitbringt - der eine mehr, der andere weniger.
Bezogen auf den Radsport beschreibt ein hohes Maß an Talent nicht nur die Fähigkeit, überdurchschnittliche körperliche Leistung zu erbringen, sondern auch das psychische Potenzial, einen gewissen „Renninstinkt“ zu haben, effektiv seine Kräfte einsetzen, eine eigene Taktik entwickeln und einen Rennverlauf mitbestimmen zu können. Darüber hinaus gehört zum Talent auch die Fähigkeit, ein hohes und intensives Trainingspensum gut verkraften zu können und aus dieser hohen körperlichen Belastung auch über Jahre noch maximale Motivation, Ergeiz und „Biss“ zu entwickeln.
Idealerweise verfügt der perfekte Rennfahrer zudem über eine robuste, wenig erkältungs-, krankheits- und verletzungsanfällige Konstitution.

Nur mit Talent lässt sich allerdings noch kein Rennen erfolgreich bestreiten. Um das individuelle Maß an Talent auch zu 100 Prozent voll ausschöpfen zu können, ist ein intensives und vor allem richtiges Training nötig!

Die Gabe mancher Rennfahrer, mit einem hohen Maß an Talent gesegnet zu sein, wird für jeden schnell dadurch sichtbar, dass sie bei gleichem Trainingsaufwand einfach schneller, deutlich leistungs- und erholungsfähiger sind als ihre Konkurrenz. Ihr Körper kann die körperlichen Ressourcen effektiver nutzen, der "Motor" hat einfach einen höheren Wirkungsgrad.

Abschließend könnte man bildhaft auch sagen, dass jeder einen mehr oder weniger großen Rohdiamanten mit der Bezeichnung „Talent“ in sich trägt. Nur mit dem richtigen Werkzeug, dem „Training“, kann dieser Edelstein zu einem funkelnden Brillanten geschliffen werden. Voll austrainiert, trägt der eine dann einen glitzernden Einkaräter, ein anderer einen schillernden Mehrkaräter in sich.
     
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Ist Rennen fahren nicht gefährlich?

Für alle noch nicht volljährigen Fahrer ist eine jährliche ärztliche Untersuchung vorgeschrieben. Der Hausarzt untersucht das Kind auf alle wichtigen Aspekte rund um die allgemeine Sporttauglichkeit.

Gerade bei Kindern macht es durchaus Sinn, frühzeitig eine umfassende sportmedizinische Untersuchung an einem dafür spezialisierten Sportinstitut durchführen zu lassen.

Nicht zu vergessen und wichtig für die besorgten Eltern, Stürze gehören leider zum Alltag eines jeden Rennfahrers, egal ob er der Schüler- oder der Eliteklasse angehört. Glücklicherweise bleibt es meist bei Schürfwunden, die zwar schmerzhaft sind, in der Regel aber doch schnell wieder verheilen.

Das Tragen eines Helmes ist Pflicht bei der Teilnahme an allen Wettkämpfen! Schon aus Gründen der Sicherheit empfiehlt sich das Tragen eines Helmes gerade bei Kindern auch während des Trainings. Der Kopf wird es danken!
Daneben empfiehlt sich während des Rennens auch das Tragen von Radhandschuhen. Sie schützen die Handflächen vor schmerzhaften und schlecht heilenden Verletzungen.
   
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Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung

Die sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung umfasst ein Ruhe-EKG mit Blutdruck- und Pulsmessung, eine Ergometrie (Fahrrad-, Laufband- oder Ruderbelastung) mit Pulskontrolle, ein Belastungs-EKG , eine Lungenfunktionsprüfung, eine Größen- und Gewichtsmessung, eine Analyse des Ernährungszustandes sowie des Körperfettprozentsatzes. Außerdem wird eine Kontrolle des Urins auf Eiweiß, Zucker und Bakterien durchgeführt. Es wird für jeden Sportler ein schriftlicher sportmedizinischer Sofortbefund ausgestellt. Die Kosten hierfür belaufen sich für Selbstzahler auf rund 100 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen ca. 30 €.

Darüber hinaus können gegen Gebühr weitere Untersuchungen wie Röntgen, komplette Labordiagnostik, Ultraschall des Bauches, des Herzens (auch mit Farbdoppler), Spiroergometrie und Laktatbestimmung erfolgen.

Anhand der ermittelten Ergebnisse beraten die Institute dann die Eltern und jungen Athleten über das individuell richtige Training.

Adressen von Sportinstituten sind auf der Internetseite des BDR (www.rad-net.de) zu finden.
 

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Früh übt sich, wer mal ganz groß werden möchte!
(Rahmenveranstaltung beim "Jens-Zemke-Abschieds-
rennen", Wiesbaden im August 2001)

Gibt es überhaupt Rennen für Kinder?

Ist man noch völlig unbedarft und kennt keinen, der vielleicht schon Erfahrungen in diesem Metier gesammelt hat, ist der Kontakt zu einem Radsportverein sicherlich der erste Schritt, der zielgerichtet weiter führt. Im Verein findet man die geeigneten Ansprechpartner zu allen Fragen rund um den Radsport und natürlich andere Eltern, deren Kinder die ersten Hürden bereits genommen haben, mit denen man sich austauschen kann.

Entsprechend der Altersklassen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) starten männliche Kinder und Jugendliche in den Altersklassen der Schüler U11 (unter 11 Jahren), Schüler U13, Schüler U15, Jugend U17 oder bei den Junioren U19.

Mädchen und junge Frauen starten je nach Alter in den Altersklassen der Schülerinnen U11 (unter 11 Jahren), Schülerinnen U13, Schülerinnen U15, weibliche Jugend U17 oder bei den Juniorinnen U19. Nicht jeder veranstaltende Verein bietet Rennen für die weiblichen Klassen. In diesem Falle müssen die Fahrerinnen in den entsprechenden Klassen der Jungen starten.

In jeder der Schüler- und Jugendklassen ist die maximale Übersetzung der Rennräder, also der Weg, der mit einer Pedalumdrehung maximal zurückgelegt werden kann, genau reglementiert.

Kleinere Kinder haben die Möglichkeit, in so genannten „Nachwuchsrennen“ oder „Erste-Schritt-Rennen“ ihre ersten wichtigen Erfahrungen zu sammeln. Hier gibt es kaum ein fest geschriebenes Reglement. Die Anmeldung erfolgt vor Ort und die Fahrer benötigen weder eine Rennfahrerlizenz, noch eine Vereinszugehörigkeit. Auch bezüglich der Fahrräder und der Bekleidung gibt es keine Beschränkungen. Lediglich das Tragen eines Helmes ist Pflicht! Die Wettkämpfe für die Allerjüngsten führen über wenige Kilometer und sind dem Leistungsvermögen der jungen Rennfahrer angemessen. Trotzdem wird manchmal auch hier schon verbissen um jeden Meter gekämpft.

In Rennen der Schüler-, Jugend- und Juniorenklassen wird je nach Alter zunehmend mit mehr Einsatz und Engagement gefahren. Wie bei den Erwachsenen werden auch hier Landes-, Deutsche und Weltmeisterschaften ausgefahren.
Das Leistungsgefälle zwischen den Fahrern innerhalb einer Schüler- oder Jugendklasse, kann stark variieren, da die Rennfahrer dieses Alters schon aufgrund ihres ganz individuellen körperlichen Entwicklungsstandes, sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.

In der Klasse der Junioren U19 wird mitunter bereits wie bei der Elite mit großem Umfang und Aufwand trainiert. Die Spitzenfahrer im Juniorenbereich können bereits international zum Einsatz kommen und haben schon hier die Möglichkeit, sich für einen späteren Wechsel in das Profilager der "Professional Teams" zu empfehlen.
 
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Welche Disziplinen gibt es im Straßenradrennsport?

Im Bereich Straßenrennsport unterscheidet man:
> Straßenrennen
> Rundstreckenrennen
> Kriterien
> Zeitfahren

Klassische Straßenrennen führen über eine beliebig lange Distanz. Gefahren wird auf einer oder mehreren Runden von mindestens 5 Kilometern Länge, die entsprechend der zurückzulegenden Gesamtdistanz, mehrfach zu absolvieren sind. Die Gesamtdistanz liegt je nach Altersklasse meist bei 10 Kilometern bei den Schülern U11, 20 Kilometern bei den Schülern U13, 30 Kilometern bei den Schülern U15, 50 Kilometern bei der Jugend U17 und 90 Kilometern bei den Junioren U19.
Gefahren wird „auf Endspurt“, d. h. es gewinnt der Fahrer, der am Ende des Rennens als Erster die Ziellinie überquert.

Rundstreckenrennen finden meist auf kleinen Stadtrundkursen von 1-5 Kilometern Länge statt. Während des Rennens gibt es oft eine Vielzahl von Geld- und Sachprämien zu erspurten. Die Gesamtdistanz liegt je nach Altersklasse meist bei 8 Kilometern bei den Schülern U11 und 40 Kilometern bei den Junioren U19.
Wie beim Straßenrennen gewinnt der Fahrer, der am Ende des Rennens als Erster die Ziellinie überquert.

Auch Kriterien werden auf kleinen, 1-2 Kilometer langen Stadtkursen ausgetragen. Auch hier gibt es in der Regel eine Vielzahl von Geld- und Sachprämien zu gewinnen. Die Gesamtdistanzen entsprechen denen bei den Rundstreckenrennen.
Im Unterschied zu den Rundstreckenrennen gewinnt im Kriterium der Fahrer, der über die gesamte Renndistanz die meisten Wertungspunkte gesammelt hat. Jede fünfte Runde ist „Wertungsrunde“. Die ersten vier Fahrer erhalten dabei 5, 3, 2 und 1 Punkt. Die letzte Wertung am Ende des Rennens zählt doppelt, 10, 6, 4, und 2 Punkte sind zu ersprinten.
Zusätzlich gilt, „Rundengewinn geht vor Punktgewinn!“ Fahrer die einen Rundengewinn herausfahren können, gewinnen das Rennen vor Fahrern, die bereits punkten konnten, aber noch keinen Rundengewinn erfahren haben.

Aufgrund des speziellen Austragungsmodus, sind Kriterien sehr schnell und abwechslungsreich für Fahrer und Zuschauer. Kriterien fordern den jungen Rennfahrern völlig andere Qualitäten ab, als Straßenrennen.

Zeitfahren sind Sonderdisziplinen des Straßenrennsports und werden im Rahmen der Landes-, Deutschen und Weltmeisterschaften ausgetragen. Man unterscheidet Einzel- und Mannschaftszeitfahren. Der Wettkampfmodus ist denkbar einfach: auf festgelegter Strecke allein gegen die Uhr und die restliche Konkurrenz.
   
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    Gibt es noch andere Bereiche im Radrennsport?

Neben dem Straßenradrennsport gibt es im Radrennsport noch die Bereiche Bahnradsport, Querfeldein und Mountainbiking. Einige der Wettkampfdisziplinen sind aber erst im Erwachsenenalter möglich.

Der Bahnradsports umfasst die verschiedenen Disziplinen Sprint, Keirin, Verfolgungsfahren, Zeitfahren, 2er-Mannschaftsfahren, Punktefahren und Steherrennen.

Beim „Querfeldein“ wird der Sieger auf einem Geländerundkurs im Endspurt ermittelt, ähnlich wie beim Mountainbike „Cross Country“. Die Rennen der Erwachsenen gehen meist über eine knappe Stunde und werden während der Wintermonate ausgetragen. Je nach Gelände muss die Strecke teilweise im Laufen und mit geschultertem Rad absolviert werden. Der Querfeldeinsport fordert von den „Crossern“ ein Höchstmaß an Kondition und Geschicklichkeit.

Inzwischen sehr populär das Mountainbiking (MTB) mit seinen Wettkampfdisziplinen „Cross Country“ und Downhill. Beim „Cross Country“ geht es auf einen Geländekurs um den Sieg auf Endspurt. Eine sehr gute Kondition und Geschicklichkeit sind hier gefragt.
Das „Downhill“ ist ein Zeitfahren, halsbrecherisch und steil bergab dem Ziel entgegen. Gefragt sind hier Geschicklichkeit und viel, sehr viel Mut.
 

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  Wie soll trainiert werden?

Die Trainingslehre ist ein sehr weites Feld. Im Fachhandel ist eine Vielzahl erstklassiger Bücher erhältlich, die sich ausführlich mit den Themen Radrennsport, Training, Technik, Ernährung und allen Randbereichen des Radsports befassen.
Viele behandeln ausführlich die moderne Trainingslehre, den individuellen Formaufbau in Mikro- und Makrozyklen, in Entwicklungs- und Spitzenbereichen, die gezielte Vorbereitung auf wichtige Saisonhöhepunkte sowie die Ausbildung spezifischer Fertigkeiten.

Allerdings sind die meisten Fachbücher und Planer auf das Training für Erwachsene ausgerichtet.

Da sich das Training für Fahrer der Schüler- und Jugendklassen prinzipiell von dem der Erwachsenen unterscheidet, sollte für die sinnvolle Trainingsgestaltung ein Trainer zu Rate gezogen werden. Die richtigen Ansprechpartner finden Sie in Ihrem Verein.

Während Jugend- und vor allem Juniorenfahrer schon intensiv im Renngeschehen mitmischen können und eine entsprechende Unterstützung benötigen, sollten Eltern von rennsportlichen Kindern, d. h. Fahrern der Schülerklasse U13 und jünger, noch keinen allzu verbissenen Ergeiz an den Tag legen. Hier gilt es, Erfahrungen zu sammeln und die jungen Rennfahrer seitens der Eltern und des Vereins langsam und behutsam an den Renn- und Leistungssport heranzuführen.

Oft wächst dann ein kleines „Familienteam“ heran, das regelmäßig „auf Tour“ ist und in dem alle Beteiligten ihre Aufgaben haben: der Vater bemüht sich meist um Trainingsplanung, Technik, Taktik und versorgt den Rennfahrer motivierend und anfeuernd vom Straßenrand aus mit hilfreichen Informationen. Die Mutter kümmert sich um die direkte Betreuung des „jungen Ullrich“, während das Rennen fahrende Kind das engagierte Coaching rund um seine Person genießt.

Engagiertes Coaching meint hier aber auch, dem jungen Rennfahrer bei allem Eifer auch den nötigen Trost und Rückhalt bieten zu können, denn gerade bei den Jüngsten liegen Freude und Tränen oft nahe beieinander.
 

 

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    Welche formellen Voraussetzungen müssen vorab erfüllt sein?

Kinder wie Erwachsene, die an bundesoffenen Wettkämpfen teilnehmen möchten, müssen Mitglied in einem Radsportverein sein, der die notwendige Rennfahrer-Lizenz beantragt.
Die Lizenz wird ausgestellt vom Dachverband des deutschen Radsports, dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR), bzw. dem zuständigen Landesverband, z. B. vom Hessischen Radfahrerverband.
Die Lizenz ist ein Kalenderjahr gültig und berechtigt den Inhaber zur Teilnahme an bundesoffenen Wettkämpfen.
Kinder und Jugendliche benötigen außerdem eine ärztliche Bescheinigung ihrer allgemeinen Sporttauglichkeit, die bis zur Volljährigkeit jährlich vom Hausarzt erneuert werden muss sowie das schriftliche Einverständnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten.
 

 
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Johan Museeuw
mit seinem Sohn
Wie melde ich mein Kind bei einem Rennen an?

Der BDR informiert in seiner Internetseite (www.bdr-online.org) sehr ausführlich über viele Aspekte des Radsports, unter anderem über Reglements, Disziplinen, Ergebnisse, Termine sowie zu den Ausschreibungen und die Details der nationalen und internationalen Rennen.

Die Ausschreibung zu jedem Rennen erscheint rund vier Wochen vor der Veranstaltung in der BDR-Internetseite, bzw. im „Radsport“ (www.sportverlag.de), der wöchentlich erscheinenden Zeitung des BDR. Darin finden sich alle Einzelheiten über Ort, Strecke, Distanz, Meldeschluss, teilnehmenden Altersklassen, Wettkampfmodus, ausrichtender Verein etc..

Von den Verantwortlichen des eigenen Vereins erfährt man, welche Rennen bezüglich ihres Schweregrads für die jungen Fahrer geeignet sind.

Haben sich Kind und die Eltern für einen Wettkampf entschlossen, übernimmt der Meldewart des Vereins, dem man angehört, die verbindliche Meldung beim ausrichtenden Verein.

Die Startnummer erhält der gemeldete Fahrer dann am Veranstaltungsort gegen Vorlage seiner Lizenz. Juniorenfahrer zahlen vor Ort ein Startgeld in Höhe von 3 €. Der Start für Schüler- und Jugendfahrer ist frei.

Mindestens eine Stunde vor dem Start sollte man vor Ort sein. So bleibt ausreichend Zeit für das Umzuziehen, das Holen der Startnummer bei der „Nummernausgabe“ und für das Warmfahren.

Bei den aller ersten Wettkämpfen sind die jungen Fahrer, ebenso wie Erwachsene, meist nur damit beschäftigt, im schnellen Fahrerfeld mitzuhalten. Sie sammeln dabei wichtige Erfahrungen und lernen den richtigen und routinierten Umgang mit Schaltung und Bremse, das richtige Kurven- und das so wichtige Windschattenfahren, die ständigen Tempowechsel, Stehvermögen und das sich Behaupten im dichten Fahrerfeld.
Erst im Laufe der Zeit entwickelt sich ein Gefühl für die Dynamik, das Tempo und den Verlauf eines Radrennens.

Fragen der Taktik spielen frühestens eine Rolle, wenn das Tempo des Fahrerfeldes relativ problemlos mitgehalten werden kann.
   
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Sind Rennen vielleicht doch eine Nummer zu groß?

Erste radsportliche Schritte, vielleicht zusammen mit Eltern und Freunden, können Radsportbegeisterte auch bei Radtouristikfahrten (RTF) sammeln.
RTFs sind keine Rennen, aber Veranstaltungen, wo über verschiedene Strecken und Distanzen für alle Leistungs- und Altersklassen auch anspruchsvoller Radsport geboten wird. Kinder unter 14 Jahren benötigen in der Regel eine erwachsene Begleitperson.

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Welches Rennrad benötigt das Kind?

Mussten Kinder bisher auf kleinen Erwachsenenrennrädern ihrem Sport nachgehen, bietet der Fachhandel den Jüngsten heute auch Rennräder, die mit entsprechend proportionierten Rahmen, Laufrädern, Kurbeln, Lenker und Vorbauten, Bremsen und Bremsgriffen die Belange von Kindern berücksichtigen.

Wettkampftaugliche Rennräder sind über den rennsportspezialisierten Fachhandel, oft auch über die Vereine zu beziehen. Der Verein und Fachhandel berät ausführlich über wichtige Dinge rund um den Radkauf, wie die notwendige Rahmengröße und die richtige Sitzposition.

Der Preis für ein wettkampftaugliches Schülerrennrad liegt bei etwa 800 bis 1.000 € aufwärts. Fahrer der Jugend- und Juniorenklassen fahren meist Rennräder, die denen der Eliteklasse entsprechen und mit 1.500 € bis 2.500 € auch deutlich teurer sind.

Gerade Kinder wachsen schnell und das recht teure, fast neuwertige Rennrad wird schon nach zwei Jahren zu klein. Deshalb lohnt es sich oft, für Fahrer der Schülerklassen auch nach guten, gebrauchten Rennrädern Ausschau zu halten.
   
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Was benötigt es sonst noch so?

Das Tragen der Rennkleidung in bundesoffenen Wettkämpfen ist bezüglich der aufgedruckten Vereinssponsoren streng reglementiert.
Steht gerade kein Vereinstrikot zur Verfügung, tut es auch ein „neutrales“ Trikot, also eine rennsporttaugliche Wettkampfkleidung in beliebiger Farbe, aber ohne jede Aufschrift.
     
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  Was wird mich das neue Hobby meines Kindes kosten?

Zu den Kosten für ein Rennrad, den Helm, die Bekleidung, Material, Lizenz, Vereins- und Verbandsbeitrag, kommen am Anfang primär die regelmäßigen Benzinkosten hinzu, die für die Fahrten zu den Rennen während der Wochenenden entstehen.
 

   
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    Die Radsportverbände

Der Hessische Radfahrerverband (HRV) in Frankfurt am Main (www.hessen-radsport.de) ist der zuständige Verband auf Landesebene. Jedes Bundesland hat seinen eigenen Landesverband.

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in Frankfurt am Main
(www.bdr-online.org) ist der Dachverband auf Bundesebene.

Die Union Cycliste Internationale (UCI) in der Schweiz (www.uci.ch) ist der Radsportweltverband.
 

 

 

 

 

 

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>>>>  Tipps für Einsteiger Rennsport (Erwachsene)

 

 

 

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